mani
ich nehme schon die Füße von all dem Laub der Erinnerungen
dass die Erde sich erleichtert
Und auch an den Fingern der Lüfte lutsche ich entlang
dass des Lebens letzter Geschmack noch mir etwas an Kraft verleiht
Selbst wenn du dich nicht erinnern würdest
kehre ich zurück zur jenen Arena des Blutes, des Traums
und ziehe den Dolch aus dem Munde meines Herzens
Nun weiß ich, dass der Wiedermord an den Toten nichts Schönes ist
Komm näher, dass ich den Nebel von deinen Schultern, deinen Erinnerungen wegschütte
müde bist du, das weiß ich
und die Schwarz gekleideten, die von der Beerdigung der Zukunft kehren zurück,
passieren durch, dein Blut und meine Frische
Hörst du? es ertönt der Zymbal
Komm und nimm zu dir dieses Wort mit einem einzigen Schluck Luft
und raste ein wenig unter dem Schatten dieses Mythos
Die Toten nähern sich
beeil dich
Mit diesem winzigen Hauch der Winde kläre deinen Mittag
Gern! Was immer du sagst
Ich springe auf und setze mich auf dem Ast des Nebels
neben den vier Vögeln die am Horizonte untergehen
und doch ihr Traum auf dem Ast des Nebels weht
Schau auf
Die Geschichte hat unser Hemd vom Schlachtfeld zurückgetragen
In diesen Hemden, wie schön wir waren, in diesen Hemden
Was soll ich mit deinen Flügeln
Auch wenn ohne Flügel, habe ich noch die Träume
Ich eröffne sie, die Träume
Und kriechend über jenem großen Körper
gelangt mein Mund an die Brust meiner Mutter
Es ertönt der Zymbal
Die Schwarz gekleideten, versetzt in Trauer, zerschmettern
die dünnen Gedanken der Schmetterlinge unter ihrem Geheul
Als der Mund meiner Mutter auf dem Krankenhausbett
noch für ihre letzten Worte offen blieb
ertönte der Zymbal
So nahmen sie, die Toten an den Händen
und trugen sie über den Maß der Sekunden, dass sich die Zeit erleichtert
Schön, ich heule nicht
ich wehe nur über deine Wunden, kühl
obwohl ich weiß, dass diese Verpflichtung mich in den Bann nimmt
soll es doch mich haben
Die Freiheit, was nützt sie mir
wenn ich der Freiheit nichts nütze
Wie müde du bist, meine liebste
Lege dein Haupt auf die Sanftheit dieses Wortes
dass ich in die Lüfte Greife und die Erinnerung der Heimat für dich rufe
Du hast Recht!
Was sollen wir mit der Heimat
wenn die Heimat uns nicht will
Hier über die Brüstung des Windes legen wir uns zur Ruhe
Sei nicht so ungeduldig
Mit dem Tuch der Zeit
erlösche ich den Traum jener Frau von deiner Brust
dein Trauer falte ich in meinen Sätzen ein
und das Heil meines Herzens lege ich auf deine Wunden
Rück etwas zum Sonnenuntergang!
Die Harfentöne, die Ruhe der Toten, der Zug der Schwarz gekleideten
Wenn du nicht in der Welt der Toten weilen willst
beeil dich, öffne deine Flügel
Auf diesem Ast, setz dich zu mir, dass wir mit den Vögeln Untergehen
Die bronzene Sonne und
die Harfentöne
